Um die Leistungsfähigkeit eines Smartphones zu überprüfen, greifen die meisten Hersteller zu Benchmarks wie AnTuTu, Geekbench und Co.

Offenbar haben führende Hersteller, darunter namhafte Unternehmen wie Samsung, HTC, Asus und LG, zweifelhafte Tricks eingesetzt, um bei den Benchmarks besonders viel Leistung aus ihren jeweiligen Geräten „herauszukitzeln“. Lediglich Apple und Motorola gehören zu den Ausnahmen. Google nimmt mit seiner Nexus Geräteserie erst gar nicht an Benchmarks teil.

Der Trick funktioniert folgendermaßen. Die besagten Hersteller programmieren ihre Geräte so, dass sie die bekanntesten Benchmarks erkennen und automatisch die Leistung maximieren. Dies ist deswegen problematisch, da die Geräte außerhalb der Benchmarks diese Leistung nicht abrufen können aber die Hersteller mit eben diesen „optimierten“ Benchmark-Ergebnissen werben.

Samsungs kürzlich vorgestelltes Galaxy Note 3 Smartphone wurde gleich auf sechs verschiedene Benchmarks optimiert – das ehemalige Samsung Topmodell Galaxy S3 hingegen nur auf drei.

Andere Hersteller gehen da anscheinend weniger weit. Das HTC One Smartphone ist nur auf vier Benchmarks optimiert, das LG G2 und das Asus Padphone lediglich auf nur einen Benchmark.

Die Optimierung von Benchmarks ist eigentlich ein relativ altes Problem. Schon in den 90er Jahren entsprach es auf dem PC-Mark der üblichen Praxis, verschiedene Benchmarks durch Tricks positiv zu beeinflussen.

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