Der kanadische Smartphone Pionier Blackberry befindet sich schon seit längerem in der Krise und hat sich vor kurzem sogar selbst zum Verkauf angeboten.

Blackberry zu tief in die kanadischen Netze eingebunden

Das Kaufangebot stieß auch auf recht große Resonanz – so signalisierte u.a. das chinesische Computerunternehmen Lenovo ein Kaufinteresse.

Dieses Geschäft wurde jedoch nach Berichten kanadischer Medien durch die kanadische Regierung verhindert. Blackberrys Infrastruktur sei zu tief in die nationalen Kommunikationsnetze eingebunden.

Kanada weniger liberal als die EU

Die kanadische Regierung ist in vielen Bereichen weit weniger liberal als z.B. die Europäische Union. Bei öffentlichen Ausschreibungen werden ausländische Unternehmen schon gerne einmal ausgeschlossen. Erst kürzlich wurde das Kaufangebot des ägyptischen Milliardärs Nuguib Sawiris für das Telekommunikationsunternehmen Manitoba Telecom Services Allstream von der kanadischen Regierung abgelehnt.

Inzwischen hat sich Blackberry von seinem CEO Thorsten Heins verabschiedet und die Verkaufspläne auf Eis gelegt. Die Investorengruppe Fairfax Financial Holding will zusammen mit anderen Investoren insgesamt eine Milliarde US-Dollar in das Unternehmen investieren.

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