Der US-amerikanische Softwareriese Microsoft übernimmt für 5,4 Milliarden Euro das Kerngeschäft von Nokia. Microsoft zahlt 3,79 Milliarden Euro für das Geschäft mit Geräten und Diensten und weitere 1,62 Milliarden Euro für Patentlizenzen. Darüber hinaus wird Microsoft auf Nokias Kartendienst „HERE“ für die nächsten vier Jahre zurückgreifen.

Im Rahmen der Übernahme werden zahlreiche Nokia-Manager zu Microsoft wechseln darunter auch Nokia CEO Stephen Elop, der als aussichtsreichster Kandidat für die Nachfolge von Microsoft CEO Steve Ballmer gehandelt wird, der das Unternehmen in den nächsten 12 Monaten verlassen wird.

Nokia wird sich zukünftig ausschließlich auf die verbleibenden Geschäftsfelder Solutions and Networks, Nokia HERE und Angewandte Forschung fokussieren.

Eine Übernahme von Nokia durch Microsoft wurde schon seit Jahren vermutet. Seit 2011 besteht eine enge Partnerschaft zwischen beiden Unternehmen – Nokia liefert die Hardware und Microsoft steuert das Betriebssystem Windows Phone bei.

Nokia spielt zwar mit seinen Geräten auf dem Smartphone-Markt nur eine geringe Rolle, ist aber mit seinen günstigen Handys immer noch zweitgrößter Hersteller der Welt. Darüber hinaus verfügt Nokia über ein beachtliches Patentportfolio.

Microsoft ist mit seinen Kernprodukten Windows und Office zwar erfolgreich, jedoch schwindet der PC-Markt merklich, da immer mehr Nutzer auf mobile Endgeräte wie Smartphones und Tablets umsteigen. Da kommt die Übernahme von Nokia gerade zum richtigen Zeitpunkt – Microsoft steigt damit zu einem konkurrenzfähigen Hardware- und Softwarehersteller auf.

Zukünftig kann Microsoft perfekt aufeinander abgestimmte Hardware- und Software anbieten – so wie es Apple und Blackberry schon seit vielen Jahren tun.

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