Mit dem Project Loon hat sich Google zur Aufgabe gemacht, die weltweite Verbreitung des Internets zu fördern. Während in westlichen Industrienationen der Ausbau von Highspeed Datennetzten teils massiv vorangetrieben wird, hat die Mehrzahl der Menschen in Schwellen- und Entwicklungsländern oft keinen Zugang zum Internet.

Google möchte die Menschen in diesen Ländern mit einer eher ungewöhnlichen Idee den Zugang zum Internet ermöglichen. Miteinander vernetzte Ballons sollen sollen in Zukunft auch die entlegensten Gebiete der Erde mit Internet versorgen. Auch in Gebieten wo zwar eine Infrastruktur für das Internet vorhanden ist, aber die meisten Menschen sich es nicht leisten können online zu gehen, sollen Googles Ballons Abhilfe schaffen.

Bei den Ballons handelt es sich um technisch überarbeitete Wetterballons, die miteinander vernetzt werden und einen bestimmten Bereich am Boden mit relativ schnellem Internet versorgen können – Google spricht von UMTS Geschwindigkeit. Die Ballons befinden sich in ca. 20 km Höhe in der Stratosphäre, wo eher langsame Winde herrschen und zudem keine Gefahr für deutlich niedriger fliegende Flugzeuge entstehen kann. Ein extra entwickelter Algorithmus sorgt dafür, dass die Ballons ihre Höhe variieren können, um unterschiedliche Windgeschwindigkeiten für Richtungswechsel ausnutzen zu können. Die Energieversorgung der Ballons erfolgt dabei über eingebaute Solarkollektoren.

Google startete diese Woche einen Testlauf auf Neuseelands Südinsel mit insgesamt 50 Testern und 30 Ballons. Für die Menschen in den Entwicklungs- und Schwellenländern bleibt zu hoffen, dass die Testphase ein voller Erfolg wird und das Projekt möglichst bald auf weitere Länder ausgeweitet werden kann.

 

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